Im Folgenden erfahren Sie, wie ein DDoS-Angriff technisch abläuft und welche Angriffsarten sich dabei unterscheiden lassen. Zudem zeigen wir gängige Schutzmaßnahmen gegen solche Überlastungsangriffe.
Was ist ein DDoS-Angriff?
Ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) überflutet ein Zielsystem mit einer großen Menge künstlich erzeugten Datenverkehrs aus vielen verschiedenen Quellen gleichzeitig, um dessen Verfügbarkeit zu beeinträchtigen oder vollständig lahmzulegen.
Wie ein DDoS-Angriff technisch abläuft
Anders als bei einem einfachen Denial-of-Service-Angriff aus einer einzelnen Quelle nutzen Angreifer bei DDoS meist ein sogenanntes Botnetz, also eine Vielzahl kompromittierter Geräte, die gleichzeitig auf ein Zielsystem einwirken. Diese Verteilung auf viele Quellen erschwert es Verteidigern erheblich, den Angriff durch einfaches Blockieren einzelner IP-Adressen abzuwehren.
Verschiedene Angriffsarten
Man unterscheidet unter anderem volumetrische Angriffe, die schlicht die verfügbare Netzwerkbandbreite ausschöpfen, Protokollangriffe, die gezielt Schwachstellen in Netzwerkprotokollen ausnutzen, sowie Angriffe auf Anwendungsebene, die gezielt ressourcenintensive Anfragen an eine Webanwendung senden, um deren Server zu überlasten.
Schutzmaßnahmen gegen DDoS-Angriffe
Zu den gängigen Schutzmaßnahmen zählen spezialisierte DDoS-Schutzdienste, die verdächtigen Datenverkehr vorab filtern, Content-Delivery-Netzwerke zur Verteilung der Last über mehrere Standorte sowie Rate-Limiting-Mechanismen, die die Anzahl zulässiger Anfragen pro Quelle begrenzen. Für besonders kritische Systeme empfiehlt sich zudem ein vorbereiteter Reaktionsplan, um im Ernstfall schnell handeln zu können.
Für Anbieter von DDoS-Schutzlösungen ist es besonders wirkungsvoll, konkrete Reaktionszeiten und Kapazitätsangaben transparent zu kommunizieren, da genau diese messbaren Kennzahlen für Einkäufer im Vergleich verschiedener Anbieter oft den Ausschlag geben.
DDoS-Schutz mit klaren Kennzahlen vermarkten – mit summ-it
Anbieter von DDoS-Schutzlösungen überzeugen besonders mit transparenten, konkreten Kennzahlen zu Reaktionszeit und Abwehrkapazität.
summ-it hilft dabei, diese messbaren Vorteile klar herauszuarbeiten und im direkten Anbietervergleich überzeugend zu positionieren.
FAQ: DDoS-Angriff
Was ist der Unterschied zwischen DoS und DDoS?
Ein klassischer DoS-Angriff erfolgt aus einer einzelnen Quelle und lässt sich meist relativ einfach durch Blockieren dieser Quelle abwehren. Ein DDoS-Angriff nutzt hingegen viele verteilte Quellen gleichzeitig, was die Abwehr deutlich erschwert.
Was ist ein Botnetz im Zusammenhang mit DDoS-Angriffen?
Ein Botnetz ist eine Ansammlung kompromittierter Geräte, die von einem Angreifer ferngesteuert werden und gleichzeitig für einen DDoS-Angriff eingesetzt werden können, oft ohne dass die eigentlichen Gerätebesitzer davon wissen.
Können auch kleine Unternehmen Ziel von DDoS-Angriffen werden?
Ja, DDoS-Angriffe richten sich längst nicht nur gegen große Konzerne. Auch kleinere Unternehmen werden angegriffen, teils aus finanziellen Motiven, teils im Rahmen breiterer, unspezifischer Angriffskampagnen.
Wie lange dauert ein typischer DDoS-Angriff?
Die Dauer variiert stark, von wenigen Minuten bis zu mehreren Tagen. Manche Angreifer setzen zudem auf wiederholte, kurze Angriffswellen, um kontinuierlich Druck auf das Zielsystem auszuüben.
Was ist ein Amplification-Angriff?
Bei einem Amplification-Angriff nutzen Angreifer bestimmte Netzwerkdienste aus, um mit vergleichsweise kleinen Anfragen unverhältnismäßig große Antwortdatenmengen an das Ziel zu erzeugen und den Angriff dadurch zu verstärken.
Reicht eine Firewall allein zum Schutz vor DDoS-Angriffen aus?
Nein, eine klassische Firewall ist gegen großangelegte, verteilte Überlastungsangriffe meist nicht ausreichend. Spezialisierte DDoS-Schutzdienste mit ausreichender Kapazität zur Verkehrsfilterung sind hierfür deutlich wirksamer.
Autor: Jochen Maier
Jochen Maier, Geschäftsführer
Jochen Maier ist Gründer & Geschäftsführer von summ-it und einer der wenigen Agentur-Inhaber, der selbst jahrelang auf Kundenseite erfolgreich war. Als ehemaliger CMO eines internationalen Softwareunternehmens weiß er aus eigener Erfahrung, wie frustrierend es sein kann, wenn Agenturen große Versprechen machen, aber nicht liefern. Mit seinem ausgeprägten Informatik-Hintergrund versteht er die fachlichen und technischen Herausforderungen seiner Kunden aus dem IT- und Software-Umfeld.
Sein Motto: „Wir können nicht alles, aber was wir machen, machen wir richtig gut.“ Diese Klarheit ist ihm wichtiger als jeder Marketing-Sprech – denn am Ende zählt nur, was wirklich funktioniert.
summ-it Services
summ-it News
- Least Privilege Prinzip 27. Juli 2026
- Defense in Depth 27. Juli 2026
- Zero Trust 27. Juli 2026
- WebAuthn / FIDO2 24. Juli 2026
- Single Sign-On (SSO) 24. Juli 2026
- Kerberos 24. Juli 2026