Im Folgenden erfahren Sie, was Security by Design konkret bedeutet und wie es sich von nachträglich ergänzter Sicherheit unterscheidet. Zudem zeigen wir, welche Prinzipien diesem Ansatz zugrunde liegen.
Was ist Security by Design?
Security by Design ist das Prinzip, Sicherheit von Anfang an in die Entwicklung von Software und Systemen einzubauen, statt sie nachträglich zu ergänzen. Sicherheitsanforderungen werden dabei bereits in der Konzeptions- und Designphase berücksichtigt, nicht erst kurz vor oder nach der Fertigstellung.
Der Unterschied zu nachträglicher Sicherheit
Wird Sicherheit erst nach der eigentlichen Entwicklung ergänzt, entstehen häufig unvollständige oder inkonsistente Schutzmaßnahmen, da grundlegende Architekturentscheidungen zu diesem Zeitpunkt bereits getroffen und schwer revidierbar sind. Security by Design vermeidet dieses Problem, indem Sicherheitsanforderungen von Beginn an als gleichwertiger Bestandteil der Systemarchitektur behandelt werden.
Zentrale Prinzipien von Security by Design
Zu den zentralen Prinzipien zählen unter anderem minimale Angriffsfläche durch bewusst schlanke Systemarchitekturen, sichere Standardeinstellungen (Secure Defaults), konsequente Eingabevalidierung sowie das bereits erläuterte Least-Privilege-Prinzip als durchgängige Leitlinie für sämtliche Systemkomponenten.
Zusammenspiel mit Bedrohungsmodellierung
Security by Design und Threat Modeling ergänzen sich in der Praxis eng: Während Bedrohungsmodellierung die konkrete Methode zur Identifikation potenzieller Schwachstellen liefert, beschreibt Security by Design die übergeordnete Haltung, Sicherheitsaspekte von Anfang an gleichberechtigt neben Funktionalität und Performance zu berücksichtigen.
Für Softwareanbieter, die Security by Design konsequent umsetzen, lohnt sich eine transparente Kommunikation dieses Ansatzes gegenüber Kunden – insbesondere im B2B-Umfeld, wo Einkäufer zunehmend gezielt nach dem zugrundeliegenden Entwicklungsprozess fragen, nicht nur nach dem fertigen Produkt.
Security by Design als Vertrauensargument nutzen – mit summ-it
Softwareanbieter, die Sicherheit konsequent von Beginn an mitdenken, sollten diesen Entwicklungsansatz auch aktiv im Marketing sichtbar machen, statt ihn als reine Selbstverständlichkeit zu behandeln.
summ-it hilft dabei, Security by Design als greifbares Vertrauensargument gegenüber sicherheitsbewussten Einkäufern zu positionieren.
FAQ: Security by Design
Was unterscheidet Security by Design von nachträglicher Sicherheit?
Bei Security by Design werden Sicherheitsanforderungen bereits in der Konzeptions- und Designphase berücksichtigt. Nachträgliche Sicherheit versucht dagegen, Schutzmaßnahmen erst nach der eigentlichen Entwicklung zu ergänzen, was oft zu inkonsistenten Lösungen führt.
Was bedeutet der Begriff Secure Defaults?
Secure Defaults bedeutet, dass ein System bereits in seiner Standardkonfiguration möglichst sicher eingestellt ist, sodass Nutzer nicht aktiv zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen müssen, um ein grundlegendes Schutzniveau zu erreichen.
Verursacht Security by Design höhere Entwicklungskosten?
Kurzfristig kann der initiale Aufwand etwas höher liegen, langfristig spart Security by Design jedoch Kosten, da nachträgliche Sicherheitskorrekturen und mögliche Sicherheitsvorfälle deutlich teurer sind als frühzeitig integrierte Schutzmaßnahmen.
Wie hängen Security by Design und Privacy by Design zusammen?
Beide Konzepte folgen derselben Grundidee, wobei Privacy by Design sich spezifisch auf den Datenschutz konzentriert. Security by Design ist umfassender und deckt sämtliche sicherheitsrelevanten Aspekte einer Systemarchitektur ab.
Wer trägt in einem Unternehmen die Verantwortung für Security by Design?
Verantwortung liegt idealerweise nicht allein bei einem Sicherheitsteam, sondern wird von Entwicklern, Architekten und Produktverantwortlichen gemeinsam getragen, da Sicherheit als durchgängige Anforderung in jede Entwicklungsentscheidung einfließen sollte.
Gibt es Zertifizierungen für Security by Design?
Es existieren keine eigenständigen Zertifizierungen ausschließlich für Security by Design, jedoch verlangen Normen wie ISO 27001 oder branchenspezifische Standards indirekt, dass Sicherheitsaspekte systematisch in Entwicklungsprozesse integriert werden.
Autor: Jochen Maier
Jochen Maier, Geschäftsführer
Jochen Maier ist Gründer & Geschäftsführer von summ-it und einer der wenigen Agentur-Inhaber, der selbst jahrelang auf Kundenseite erfolgreich war. Als ehemaliger CMO eines internationalen Softwareunternehmens weiß er aus eigener Erfahrung, wie frustrierend es sein kann, wenn Agenturen große Versprechen machen, aber nicht liefern. Mit seinem ausgeprägten Informatik-Hintergrund versteht er die fachlichen und technischen Herausforderungen seiner Kunden aus dem IT- und Software-Umfeld.
Sein Motto: „Wir können nicht alles, aber was wir machen, machen wir richtig gut.“ Diese Klarheit ist ihm wichtiger als jeder Marketing-Sprech – denn am Ende zählt nur, was wirklich funktioniert.
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