Dieser Beitrag zeigt Ihnen, welche Kernfunktionen eine IAM-Lösung typischerweise umfasst. Zudem erklären wir, wie IAM mit verwandten Technologien wie SSO und PAM zusammenspielt.
Was ist Identity and Access Management (IAM)?
Identity and Access Management (IAM) bezeichnet Systeme und Prozesse zur zentralen Verwaltung digitaler Identitäten und der damit verbundenen Zugriffsrechte innerhalb eines Unternehmens. IAM regelt, wer auf welche Ressourcen zugreifen darf, und stellt sicher, dass diese Rechte über den gesamten Lebenszyklus eines Nutzerkontos aktuell bleiben.
Kernfunktionen einer IAM-Lösung
Zu den zentralen Funktionen zählen die Verwaltung des gesamten Nutzerlebenszyklus von der Einstellung über Rollenwechsel bis zum Austritt, rollenbasierte Zugriffskontrolle zur konsistenten Rechtevergabe sowie regelmäßige Zertifizierungsprozesse, bei denen bestehende Berechtigungen systematisch überprüft werden.
Zusammenspiel mit SSO, MFA und PAM
IAM bildet häufig das übergeordnete Rahmenwerk, innerhalb dessen verwandte Technologien wie Single Sign-On, Multi-Faktor-Authentifizierung und Privileged Access Management ineinandergreifen. Während IAM die grundsätzliche Struktur der Identitäten und Berechtigungen definiert, übernehmen SSO die komfortable Anmeldung, MFA die zusätzliche Absicherung und PAM die spezielle Kontrolle privilegierter Konten.
Bedeutung für Compliance und Sicherheit
Ein sauber implementiertes IAM erleichtert zudem den Nachweis regulatorischer Anforderungen erheblich, da sich Zugriffsrechte und deren Historie nachvollziehbar dokumentieren lassen. Gerade im Rahmen von Audits nach ISO 27001 oder vergleichbaren Standards ist ein funktionierendes IAM häufig ein zentraler Prüfpunkt.
Für IAM-Anbieter lohnt sich eine klare Darstellung, wie ihre Lösung den gesamten Mitarbeiterlebenszyklus abbildet, da gerade das oft unterschätzte Offboarding ausscheidender Mitarbeitender ein erhebliches, häufig übersehenes Sicherheitsrisiko darstellt.
IAM als Compliance- und Sicherheitsargument positionieren – mit summ-it
IAM-Anbieter profitieren davon, den gesamten Mitarbeiterlebenszyklus inklusive eines sauberen Offboarding-Prozesses als zentrales Sicherheits- und Compliance-Argument zu positionieren.
summ-it hilft, diesen oft unterschätzten Nutzen überzeugend gegenüber IT- und Compliance-Entscheidern zu kommunizieren.
FAQ: Identity and Access Management (IAM)
Was ist der Unterschied zwischen IAM und SSO?
IAM ist das übergeordnete System zur Verwaltung von Identitäten und Berechtigungen, während SSO eine konkrete Funktion innerhalb dieses Rahmenwerks darstellt, die eine einmalige Anmeldung für mehrere Anwendungen ermöglicht.
Warum ist das Offboarding von Mitarbeitern im IAM-Kontext so wichtig?
Werden Zugriffsrechte ausscheidender Mitarbeiter nicht zeitnah und vollständig entzogen, entstehen sogenannte verwaiste Konten, die ein erhebliches, oft lange unbemerktes Sicherheitsrisiko darstellen können.
Was bedeutet rollenbasierte Zugriffskontrolle im IAM?
Bei rollenbasierter Zugriffskontrolle werden Berechtigungen nicht einzelnen Personen, sondern klar definierten Rollen zugeordnet, wodurch sich Rechte bei Rollenwechseln konsistent und nachvollziehbar anpassen lassen.
Wie hängt IAM mit Compliance-Anforderungen zusammen?
Ein funktionierendes IAM ermöglicht die nachvollziehbare Dokumentation von Zugriffsrechten und deren Historie, was bei Audits im Rahmen von Normen wie ISO 27001 häufig ein zentraler Prüfpunkt ist.
Ist IAM nur für große Unternehmen relevant?
Nein, auch kleinere Unternehmen profitieren von einer strukturierten Identitäts- und Berechtigungsverwaltung, insbesondere sobald mehrere Anwendungen und wechselnde Mitarbeiterrollen im Spiel sind.
Was ist eine Berechtigungszertifizierung im IAM-Kontext?
Bei einer Berechtigungszertifizierung überprüfen Verantwortliche regelmäßig, ob bestehende Zugriffsrechte einzelner Nutzer weiterhin sachlich gerechtfertigt sind, um über die Zeit angesammelte, nicht mehr benötigte Rechte zu identifizieren.
Autor: Jochen Maier
Jochen Maier, Geschäftsführer
Jochen Maier ist Gründer & Geschäftsführer von summ-it und einer der wenigen Agentur-Inhaber, der selbst jahrelang auf Kundenseite erfolgreich war. Als ehemaliger CMO eines internationalen Softwareunternehmens weiß er aus eigener Erfahrung, wie frustrierend es sein kann, wenn Agenturen große Versprechen machen, aber nicht liefern. Mit seinem ausgeprägten Informatik-Hintergrund versteht er die fachlichen und technischen Herausforderungen seiner Kunden aus dem IT- und Software-Umfeld.
Sein Motto: „Wir können nicht alles, aber was wir machen, machen wir richtig gut.“ Diese Klarheit ist ihm wichtiger als jeder Marketing-Sprech – denn am Ende zählt nur, was wirklich funktioniert.
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